Schloss Picol

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Poitiers

Kirche Notre-Dame-La-Grande: Ein romanisches Märchen!

Wenn Poitiers ein Wahrzeichen hätte, wäre es sie! Notre-Dame-la-Grande ist so etwas wie die Mona Lisa der romanischen Kunst: geheimnisvoll, faszinierend, von zeitloser Schönheit.

Ein Meisterwerk aus dem 12. Jahrhundert
Ihre unglaublich fein gearbeitete Fassade erzählt biblische Geschichten wie ein Comic aus Stein. Jedes Detail ist ein Rätsel, das es zu entschlüsseln gilt:
Die Apostel stellten sich auf und bewachten den Eingang.
Die Szenen aus dem Alten Testament, voller Gestalten und Symbole.
Christus in Majestät, der mit einem gütigen Blick die gesamte Szene beherrscht.
Eine wundersame Legende

Im Jahr 1202, als die Engländer drohten, Poitiers einzunehmen, geschah ein Wunder: Die Stadtschlüssel verschwanden auf mysteriöse Weise … und wurden später in den Händen einer Marienstatue in der Kirche wiedergefunden. In Panik flohen die Belagerer!

Ein restaurierter Schatz
Wie viele Denkmäler hat auch Notre-Dame-la-Grande unter den Spuren der Zeit gelitten. Ihre Skulpturen wurden im 16. Jahrhundert von den Hugenotten beschädigt, und im 17. Jahrhundert beschädigten Salzhändler die Steine, als sie ihre Waren vor der Kirche lagerten. Glücklicherweise erstrahlt sie dank einer aufwendigen Restaurierung im Jahr 1992 wieder in altem Glanz.

Der Palast der Grafen von Poitiers – Herzöge von Aquitanien

Ein mittelalterliches Juwel im Herzen der Geschichte
Könnten Steine ​​sprechen, so würden die des Grafenpalastes von Poitiers tausend Jahre Geschichte, königliche Pracht und Umbrüche erzählen. Dieses emblematische Monument der gotischen Anjou-Region, das lange Zeit als Justizpalast diente, fasziniert Besucher noch heute mit seiner imposanten Erscheinung und dem berühmten „schönen Kamin von Poitiers“.


Ein Kaiserpalast seiner Zeit voraus
Das alte merowingische Aquitanien, von Karl dem Großen für seinen Sohn Ludwig I. wiederbelebt, erlebte den Aufstieg eines Palastes, der eines Kaisers würdig war. Hoch über der Stadt auf den Überresten einer romanischen Befestigungsanlage errichtet, wurde diese königliche Residenz zu einem wahren Machtzentrum. Ludwig der Fromme hielt sich dort häufig auf, und unter Karl dem Kahlen erhielt der Palast den klangvollen Namen „Palatium“. Mit dem Untergang des Karolingerreichs wurde der Palast zur Festung der mächtigen Grafen von Poitiers.
Ein steinerner Phönix
Wie ein Phönix, der aus der Asche aufersteht, wurde der Palast viele Male zerstört und wiederaufgebaut. Im 11. Jahrhundert, während der Blütezeit der Herzöge von Aquitanien, wurde er nach einem Brand erneut errichtet. Seine tragische und zugleich prunkvolle Geschichte sollte später den für die „Flamboyantgotik“ so charakteristischen Architekturstil inspirieren.
Der Turm der verbotenen Liebe
Im 12. Jahrhundert ließ Wilhelm IX., Herzog von Poitiers und in seiner Freizeit Troubadour, einen imposanten Turm errichten: den Maubergeon-Turm. Sein Name? Eine Hommage an die Frau, die sein Herz erobert hatte: Dangereuse de l'Isle Bouchard, die Gemahlin eines anderen, aber die erklärte Geliebte des Herzogs! Eine skandalöse Leidenschaft, die viel Tinte und Blutvergießen nach sich zog. Unglücklicherweise wurde der Turm 1346 schwer beschädigt, als der Earl of Lancaster mitten im Hundertjährigen Krieg den Palast plünderte.

Eleonore von Aquitanien, die Grande Dame des Palastes.
Kann man von diesem Palast sprechen, ohne Eleonore von Aquitanien zu erwähnen? Diese außergewöhnliche Frau, nacheinander Königin von Frankreich und England, prägte die Geschichte und hinterließ ihre Spuren in Poitiers. 1204 gab sie den Bau des imposanten „Saals der verlorenen Schritte“ in Auftrag, eines monumentalen Saals von 50 Metern Länge und 17 Metern Höhe, in dem der Klang von Schritten in der Weite des Raumes verhallt. Damals war er der größte Saal Europas!
Ein Meisterwerk der prunkvollen gotischen Architektur
Im 14. Jahrhundert ließ Herzog Jean de Berry, ein großer Kunstmäzen und Architekturliebhaber, das Schloss modernisieren. Er beauftragte den Architekten Guy de Dammartin, der dem Schloss einen Hauch von Flamboyantgotik verlieh – jenem überschwänglichen Stil, der sich durch Flammenmotive und filigrane Steinornamente auszeichnet. Dammartin schuf einen der größten Schätze des Schlosses: den berühmten monumentalen Kamin, geschmückt mit Statuen von König Karl VI., seiner Gemahlin Isabeau von Bayern und dem Herzog selbst. Ein atemberaubendes Skulpturenspektakel!
Vom Königspalast zum Tempel der Gerechtigkeit
Mit der Eingliederung von Poitou in die königliche Herrschaft im 13. Jahrhundert wurde die Salle des Pas Perdus (Halle der verlorenen Schritte) zum „Salon du Roi“ (Königssalon) und war Schauplatz zahlreicher historischer Ereignisse. Hier widersetzte sich der Graf von La Marche am Weihnachtstag 1241 offen König Ludwig dem Heiligen Ludwig. Auch Jacques Coeur, der wichtigste Finanzier Karls VII., wurde in diesen Mauern vor Gericht gestellt.
Während der Revolution wurde es in einen Justizpalast umgewandelt und blieb dies bis 2019. Heute erfindet es sich neu als bedeutende Touristenattraktion und enthüllt seine Geheimnisse den Neugierigen und Geschichtsbegeisterten.
Nebenbei bemerkt:
Eine Szene aus dem Film Jeanne d’Arc wurde dort von Luc Besson gedreht.

Restaurant Les Archives: Ein Tisch voller Geschichte!

Speisen in einem ehemaligen Archivgebäude? Das ist mal ein ganz besonderes Erlebnis! Das Restaurant Les Archives liegt in einem historischen Gebäude im Herzen von Poitiers und vereint Eleganz, Tradition und Gastronomie.

Eine einzigartige Kulisse
Beim Betreten des Raumes eröffnet sich ein majestätischer Saal mit hohen Decken und geschichtsträchtigen Steinen. Die imposanten Gewölbe erinnern an die Vergangenheit des Gebäudes, während die sanfte Beleuchtung und die moderne Einrichtung einen Hauch von Zeitgeist verleihen. Eine perfekte Balance zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Raffinierte Küche
Hier veredelt der Küchenchef regionale Produkte mit grenzenloser Kreativität. Trüffel aus Poitou, gereifter Käse, aromatisches Fleisch… Jedes Gericht ist eine Hommage an die Aromen der Region, neu interpretiert mit Finesse und Kühnheit.
Eine gastronomische Reise
Eine Speisekarte, die sich mit den Jahreszeiten weiterentwickelt und stets ultrafrische Produkte bietet.
Gerichte, die ebenso schön wie köstlich sind, bei denen jeder Bissen eine Geschmacksexplosion darstellt.
Eine sorgfältig zusammengestellte Weinkarte, die jedes Gericht perfekt ergänzt.
Ob Sie ein Feinschmecker sind oder einfach nur gute Dinge lieben, Les Archives verspricht ein unvergessliches Geschmackserlebnis… in einem wahrhaft außergewöhnlichen Ambiente!

Präfektur Vienne: Macht in all ihrer Pracht!

Direkt gegenüber dem Rathaus spielt auch die Präfektur von Vienne in der ersten Liga. Ein imposantes Gebäude, das die Autorität und Macht des Staates symbolisieren soll.

Eine Architektur, die eines Palastes würdig ist.
Die unter Napoleon III. erbaute Präfektur vereint klassischen Stil und Renaissance-Inspirationen mit:
Eine symmetrische und majestätische Fassade.
Weitläufige Empfangsräume, die früher für offizielle Empfänge reserviert waren.
Eine monumentale Treppe, wie sie den prächtigsten aristokratischen Residenzen würdig ist.
Ein Symbol der Macht
Napoleon III. selbst genehmigte 1862 die Baupläne und betonte deren symbolische Bedeutung. Frankreich wollte damals sein Prestige zur Schau stellen, und die Präfektur von Vienne war dafür ein perfektes Beispiel.
Präfektur und Rathaus: eine architektonische Rivalität
Die beiden einander gegenüberstehenden Gebäude scheinen sich gegenseitig einzuschätzen und verkörpern so das ewige Duell zwischen lokaler und staatlicher Macht. Ihre Gemeinsamkeit? Eine von Haussmanns Boulevards inspirierte Allee, die Poitiers eine Eleganz verleiht, die Besucher immer wieder aufs Neue überrascht.

Das Rathaus von Poitiers: Die Pracht des 19. Jahrhundertse Jahrhundert!

Das imposante und majestätische Rathaus von Poitiers kann es mit jedem Pariser Palast aufnehmen. Mit seiner von der Renaissance inspirierten Architektur ist es ein Juwel des Zweiten Kaiserreichs und wurde zwischen 1869 und 1875 erbaut.

Ein Projekt, das der Stadt würdig ist
Zu jener Zeit wollte sich Poitiers als bedeutende Metropole etablieren.
Wir denken also groß:
Eine monumentale Fassade, verziert mit Statuen und imposanten Säulen.
Ein königlicher Eingang mit einer prunkvollen Treppe und funkelnden Kronleuchtern.
Prunkvolle Salons, deren Vergoldungen und Fresken an die Paläste des Adels erinnern.
Ein Boulevard im Haussmann-Stil, typisch Poitiers!
Inspiriert von Paris, schuf die Stadt rund um das Rathaus einen breiten Boulevard, der den Champs-Élysées in nichts nachsteht. Das Ergebnis? Ein Platz, an dem elegante Boutiquen, Cafés und private Villen Poitiers das Flair einer Hauptstadt verleihen.
Ein absolutes Muss für alle, die Poitiers im 19. Jahrhundert bewundern möchten – eine Stadt voller Pracht und Eleganz!

Die St.-Peter-Kathedrale von Poitiers: Majestätische Gotik!

Sie ist DAS Monument, das die Skyline von Poitiers dominiert. Ein Meisterwerk gotischer Architektur, imposant, geheimnisvoll… Die Kathedrale Saint-Pierre hat die Zeit überdauert und ist wahrlich beeindruckend!
Ein von Königen geborenes Monument
Die im 12. Jahrhundert unter der Herrschaft der Plantagenets erbaute Kathedrale ist ein wahres Juwel der gotischen Anjou-Architektur. Man stelle sich die Steinmetze bei der Arbeit vor, die Säulen und Kapitelle mit akribischer Präzision formten. Ein monumentales Unterfangen, das über zwei Jahrhunderte dauerte!

Verborgene Schätze
Drinnen geht die Show weiter:
Die Buntglasfenster aus dem 13. Jahrhundert, die zu den ältesten in Frankreich zählen, tauchen das Kirchenschiff in ein magisches Licht.
Ein vergessenes Wandgemälde, das bis 2012 unter Farbschichten verborgen war und eine eindrucksvolle mittelalterliche Szene enthüllte.
Eine monumentale Orgel, deren kraftvolle Töne bei großen Feierlichkeiten durch die ganze Stadt hallen.
Ein mittelalterliches Rätsel: das verborgene Labyrinth
An einer der Wände nahe dem Altar fasziniert ein seltsames Motiv Historiker: ein Labyrinth in Form eines Baumes. Ein Symbol des Lebens? des Glaubens? Die Theorien sind vielfältig… Nur ein weiteres Geheimnis, das den bezaubernden Charme dieses Ortes noch verstärkt!
Wer großartige Geschichten, Geheimnisse vergangener Zeiten und architektonische Meisterwerke liebt, für den ist Saint-Pierre de Poitiers ein absolutes Muss.

Das Baptisterium St. Johannes: An den Ursprüngen des Christentums!

Nur wenige Schritte von der Kathedrale entfernt liegt eines der ältesten Baptisterien Europas. Ein faszinierender, geschichtsträchtiger Ort, an dem die Stimmen der ersten Christen Galliens noch immer nachzuhallen scheinen.

Ein 1500 Jahre altes Gebäude!
Dieses im 5. Jahrhundert erbaute Baptisterium hat Generationen von Gläubigen erlebt, von den Merowingern bis zu den Pilgern des Mittelalters. Sein achteckiger Grundriss, typisch für frühchristliche Bauten, war für Taufen durch Untertauchen gedacht, bei denen die Gläubigen vollständig in das Weihwasser eingetaucht wurden.
Außergewöhnliche mittelalterliche Fresken
Obwohl die Steinmauern von außen streng wirken, ist das Innere eine wahre Farbenexplosion! Die Fresken aus dem 11. Jahrhundert zeigen biblische Szenen mit unglaublicher Kraft und Ausdrucksstärke.
Darunter :
Die Himmelfahrt Christi, umgeben von den zwölf Aposteln, erfüllt von Spiritualität.
Eine Suche nach Symbolen, bei der Fabelwesen auf heilige Gestalten treffen.
Ein mysteriöser Reiter namens „Konstantin“, den manche mit den apokalyptischen Visionen des Mittelalters in Verbindung bringen.
Ein Museum des Heiligen
Heute beherbergt das Baptisterium eine außergewöhnliche Sammlung merowingischer Objekte: skulptierte Sarkophage, Grabplatten mit Inschriften im alten Latein… Wahre archäologische Schätze, die uns in die ersten Jahrhunderte des Christentums in Europa eintauchen lassen.
Ein mystischer, zeitloser Ort, der die Ursprünge des christlichen Glaubens mit seltener Intensität erzählt.

Die St.-Pauls-Kirche in Poitiers: Eine wundersame Wiedergeburt!

Im imposanten Schatten des Petersdoms verbirgt sich ein wenig bekanntes Juwel: die St.-Pauls-Kirche. Ihre Geschichte, geprägt von Jahrhunderten des Glanzes, des Verfalls und einer unerwarteten Wiedergeburt dank einer außergewöhnlichen Frau, ist eines Romans würdig.

Ein Relikt des Mittelalters
Diese im 11. Jahrhundert erbaute Kirche war Teil eines Klosters. Generationen von Mönchen und Gläubigen gingen hier ein und aus … bevor sie nach der Französischen Revolution in Vergessenheit geriet. Umfunktioniert zu einem Lagerhaus und später zu einer Scheune, verschwand sie beinahe für immer.
Eine Frau, die ihrem Schicksal ins Auge blickt
Es war Madeleine Ursault, Architektin und große Liebhaberin des historischen Erbes, die das Gebäude im 20. Jahrhundert rettete. Mit Geduld und unglaublichem Talent führte sie eine sorgfältige Restaurierung durch und stellte die Kirche in ihrem früheren Glanz wieder her.
Ein Zufluchtsort des Lichts
Die St. Pauls-Kirche ist heute ein Wunderwerk, in dem Altes und Neues aufeinandertreffen:
Eine schlichte und elegante Architektur, typisch für die frühromanische Kunst.
Außergewöhnliche Buntglasfenster, geschaffen von Madeleine UURSAULT, tauchen die Kirche in ein magisches Licht.
Ein pulsierender Ort, an dem Konzerte und Ausstellungen diesem wiederbelebten Erbe neues Leben einhauchen.
Eine wunderschöne Geschichte von Widerstandsfähigkeit und Leidenschaft, die zeigt, dass kulturelles Erbe immer wieder neu geboren werden kann… mit den richtigen Menschen, die es verteidigen!
Anekdote:
Madeleine Ursault gestaltete das Château de Picol in den 60er und 70er Jahren um, und wir verdanken ihr insbesondere das Wohnzimmer, seinen Kamin und die ihn umgebenden Buntglasfenster!