Schloss Picol

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Napoleon

Das Schloss Montreuil-Bellay

Die Burgfestung Montreuil-Bellay ist von besonderem Interesse, da dieser Koloss noch immer möbliert und bewohnt ist und wir die Möglichkeit haben, seine Privatgemächer zu besichtigen.
(Tourdauer: ca. 45 Minuten)

Dieses majestätische, uneinnehmbare Schloss konnte nicht einmal von dem gefürchteten Plantagenet, Herzog der Normandie und Graf von Anjou, erobert werden. Doch wir haben mehr Glück: Die Festungsburg Montreuil-Bellay öffnet ihre Tore und lässt ihre Zugbrücke herunter, um uns willkommen zu heißen.
Wir werden in die Fußstapfen der Könige von Frankreich treten und Gegenstände entdecken, die einst ihren berühmten Bewohnern gehörten: die Hochzeitstruhe von Königin Margot, die Waffen von General Mouton, Adjutant von Napoleon Bonaparte, den Sekretär der Baronin de Montreuil-Bellay und ein wahres Meisterwerk: den Mazarin-Schreibtisch, gefertigt von André-Charles Boulle, dem großen „Juwelier der Möbel“.
Wie so oft vereint dieses Schloss auf einzigartige Weise die schönsten französischen Stile – vom Mittelalter über die Renaissance bis zum Barock. Sind Sie ein Fan der französischen Gotik? Dann haben wir Glück: Wir können die majestätische Kapelle Notre-Dame aus dem 15. Jahrhundert bewundern, ein Paradebeispiel des in dieser Region seltenen angevinischen Gotikstils.
Zum Abschluss Ihres Aufenthalts im Schloss haben Sie die Möglichkeit, die auf dem Weingut Montreuil-Bellay produzierten Weine zu verkosten und zu erwerben.

Le Castellane, kulinarische Exzellenz im Herzen des Château du Prieuré.

Im majestätischen Château Le Prieuré, hoch über der Loire gelegen, lädt das Restaurant Le Castellane zu einem wahren Genusserlebnis ein. Die Küche präsentiert sich hier betont modern und kreativ und stellt saisonale und regionale Produkte in den Mittelpunkt.

Sobald man die Türen des Speisesaals durchschritten hat, vermittelt das Dekor seinen feierlichen und prunkvollen Charakter. Man taucht augenblicklich in die Eleganz einer anderen Epoche ein, in der sich der Empirestil mit der Erinnerung an Napoleon III. verbindet. Porträts Bonapartes, Vergoldungen und kostbare Stoffe schaffen ein Ambiente, das den prunkvollsten Empfängen vergangener Zeiten würdig ist.
Und für Liebhaber von weiten, offenen Flächen bietet die Terrasse ein atemberaubendes Panorama auf die Loire und damit einen idyllischen Rahmen für ein Essen im Freien, untermalt vom sanften Rauschen des Flusses.
Ein Erlebnis, bei dem sich Raffinesse mit Geschichte verbindet – für eine zeitlose Auszeit…

Das Château de Serrant

Das Château de Serrant: ein erhaltenes Juwel der französischen Geschichte

Eingebettet in die grünen Täler der Loire, umgeben von einem Wassergraben und einem Landschaftspark im englischen Stil, thront das Château de Serrant majestätisch – ein zeitloser Zeuge der Geschichte. Nur wenige Kilometer von Angers entfernt, zählt es zu den wenigen noch bewohnten Privathäusern und ist gleichzeitig für Besucher geöffnet, die in seine faszinierende Vergangenheit eintauchen möchten.

Von einer mittelalterlichen Festung zu einem Renaissance-Juwel

Wie so oft in dieser geschichtsträchtigen Region reichen die Wurzeln von Serrant bis ins Mittelalter zurück. Einst war es eine massive Schieferfestung, deren Burggraben noch heute erhalten ist. Im 16. Jahrhundert nahm die Familie de Brie die Umwandlung des Schlosses in eine elegante Renaissanceresidenz in Angriff. Der Architekt Jean Delespine, ein renommiertes Talent in Anjou, entwarf eine prachtvolle, zweiläufige Treppe mit Kassettendecken aus Stein – ein wahres architektonisches Meisterwerk.
Leider wurden die Ambitionen der Familie de Brie durch finanzielle Schwierigkeiten und die Unwägbarkeiten der Geschichte vereitelt. Ende des 16. Jahrhunderts wurden die Bauarbeiten eingestellt, sodass das Schloss unvollendet blieb.

Das Jahrhundert Bouthouts: eine brillante Wiederbelebung

Die Geschichte nimmt im 20. Jahrhundert eine neue Wendung, als Guillaume de Bouthrout, ein treuer Anhänger Ludwigs XIII., 1636 Serrant erwarb. Als Visionär belebte er die Bauarbeiten wieder und hielt sich in seinem Streben nach Authentizität akribisch an die Originalpläne. Unter seiner Leitung entstand auch eine prächtige Bibliothek, die eine Sammlung beherbergen sollte, die im Laufe der Jahrhunderte die gewaltige Zahl von 000 Bänden erreichen würde.
Serrants Ansehen wuchs so sehr, dass man 1661 einen illustren Gast empfangen konnte: Ludwig XIV. selbst – eine seltene Anerkennung für ein Privatschloss.

Von Markgrafen zu Prinzen: Pracht und Eleganz des 18. und 19. Jahrhunderts

Im 18. Jahrhundert gelangte Serrant in den Besitz der wohlhabenden irischen Familie Walsh. Diese angesehenen Reeder verliehen dem Anwesen einen Hauch britischer Eleganz: Das Anwesen wurde mit einem prächtigen Park im englischen Stil geschmückt, die Innenräume wurden neu gestaltet, kostbare Buntglasfenster eingesetzt und die Einrichtung mit prachtvollen Stücken bereichert. 1808 bewunderte ein weiterer hochrangiger Besucher, Napoleon I., die imposante Treppe. Anlässlich dieses kaiserlichen Besuchs wurde ein eigener Raum eingerichtet, in dem noch heute ein bemerkenswerter Schreibtisch von Mansonnier steht.
Das 19. Jahrhundert markierte mit der Ankunft der Familie La Trémoille und später, durch Heirat, der fürstlichen Familie Ligne einen Wendepunkt. 1894 beauftragte Herzog Louis-Charles de La Trémoille den Architekten Lucien Magne mit der Modernisierung des Schlosses: Elektrizität, Heizung, Aufzug… Serrant vereinte Modernität mit dem Erhalt seines historischen Charakters.

Serrant im 20. Jahrhundert: ein erhaltener Zeuge

Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs gründete die Herzogin von La Trémoille Serrant als sicheren Zufluchtsort für Kunstwerke aus den nationalen Sammlungen. Eine diskrete, aber unverzichtbare Rolle bei der Bewahrung des kulturellen Erbes.
Der letzte Herzog von La Trémoille, Louis-Jean-Marie, starb 1933 unerwartet ohne direkten Erben. Seine Schwester Charlotte de La Trémoille, Gemahlin von Prinz Henri-Floran de Ligne, erbte daraufhin das Anwesen. Die Dynastie de Ligne sichert seither den Fortbestand und die Instandhaltung des Schlosses.
In den 1980er Jahren wurde Serrant zu einer wahren lokalen Ikone: Sein elegantes Profil zierte sogar die Poststempel der Stadt Saint-Georges-sur-Loire!

Eine Burg, die auch im 21. Jahrhundert noch lebt

Auch heute noch ist Serrant in Privatbesitz und wird von der Familie de Mérode-de Ligne bewohnt. Im Jahr 2005 zog Prinzessin Edwige de Ligne-La Trémoille, die Erbin des Anwesens, mit ihrem Ehemann, Prinz Charles-Guillaume de Mérode, dorthin. Gemeinsam führen sie das Werk ihrer Vorfahren fort und konzentrieren sich sowohl auf die Restaurierung als auch auf die kulturelle Entwicklung.
Und Serrant ist nicht nur ein Freilichtmuseum! Seit 2010 pulsiert sein Park jedes Jahr im Rhythmus des Live-Rollenspielfestivals „Kandorya“, bei dem Ritter, Magier und fantastische Kreaturen in einer magischen mittelalterlichen Atmosphäre aufeinandertreffen.

Warum sollte man Serrant Castle besuchen?

• Ein architektonisches Juwel: eines der am besten erhaltenen Privatschlösser Frankreichs.
• Ein Schatz für Bibliophile: eine außergewöhnliche Sammlung von 20.000 Büchern.
• Eine Treppe, die Königen würdig ist: bewundert von Ludwig XIV. und Napoleon I.
• Eine lebendige Geschichte: ein Schloss, das dank des Engagements seiner Besitzer die Jahrhunderte überdauert hat.
• Ein zeitloser Ort: wo jeder Raum, jeder Korridor noch immer die Echos einer glanzvollen Vergangenheit flüstert.


Serrant ist nicht nur ein Schloss. Es ist eine Einladung, in die Vergangenheit zu reisen, in die Fußstapfen von Königen, Herzögen und Prinzessinnen zu treten und in eine Geschichte einzutauchen, die Tag für Tag weitergeschrieben wird.