Le Schloss Chenonceau – Das Schloss der Damen
Wenn es ein Schloss gibt, das die Eleganz und Raffinesse der französischen Geschichte perfekt verkörpert, dann ist es zweifellos das Château de Chenonceau. Als wahres Juwel des Loiretals erhebt es sich anmutig über dem Fluss Cher und trägt die unvergängliche Handschrift der Frauen, die es über die Jahrhunderte hinweg geprägt haben.
Seine Geschichte beginnt bescheiden im 13. Jahrhundert mit einer einfachen Feudalburg. Doch 1513 erwarb Thomas Bohier, ein einflussreicher Steuereintreiber des Königs, das Gebäude und ließ es in eine prächtige Renaissanceresidenz umbauen. Nach seinem Tod übernahm seine Frau, Catherine Briçonnet, das Anwesen und begründete damit die Legende des „Damenschlosses“.

Doch erst im 16. Jahrhundert erlangte Chenonceau wahre Berühmtheit. Heinrich II., unsterblich in seine Geliebte Diane de Poitiers verliebt, schenkte ihr das Anwesen. Die visionäre Diane ließ bezaubernde Gärten anlegen und eine Brücke errichten, die dem Ort seine ikonische Silhouette verlieh.
Nach dem Tod des Königs übernahm die beeindruckende Katharina von Medici die Leitung des Palastes. Sie verschönerte nicht nur die Gärten weiter, sondern verwandelte auch die Brücke in eine prächtige Galerie und schuf so eines der außergewöhnlichsten architektonischen Ensembles Europas. Hier veranstaltete sie rauschende Feste, in denen sie italienische Pracht mit französischer Eleganz verband.
Nach einer Zeit des Niedergangs im 17. Jahrhundert erlebte das Schloss im 18. Jahrhundert unter der Führung von Madame Dupin, einer Gelehrten, die es zu einem Zentrum intellektuellen Lebens machte, eine Renaissance. Ein gewisser Jean-Jacques Rousseau, damals ihr Sekretär, soll dort Inspiration für seine späteren philosophischen Werke gefunden haben.
Das 19. Jahrhundert markierte einen dramatischen Wendepunkt für Chenonceau, doch wieder einmal war es eine Frau, Marguerite Pelouze, die dem Ort seinen früheren Glanz zurückgab.
Im 20. Jahrhundert wurde das Schloss unfreiwillig zum Zeugen der Geschichte: Im Ersten Weltkrieg diente es als provisorisches Lazarett, im Zweiten Weltkrieg als geheimer Übergang zwischen besetzter und freier Zone. Noch heute befindet es sich im Besitz der Familie Menier, die sich mit großer Leidenschaft dem Erhalt seiner Pracht widmet.
Chenonceau ist nicht einfach nur ein Schloss. Es ist eine Ode an die Stärke der Frauen, ein architektonisches Meisterwerk, eine wahre Schatzkammer der Geschichte. Und sein Spiegelbild im Wasser des Cher ist sein schönster Spiegel.
Restaurant l'écluse in Amboise
Einzigartig in Amboise, im Herzen des Loiretals und nur einen Steinwurf vom königlichen Schloss und Clos Lucé entfernt: Genießen Sie authentische Küche mit den Füßen im Gras, im Schatten der großen Weiden…

Mélanie und Arnaud freuen sich, Sie an ihrem Tisch und in ihrer Küche begrüßen zu dürfen. Hier wird alles mit Respekt vor regionalen Produkten und Liebe zu gutem Essen zubereitet. Im Herzen von Amboise, nur 3 Gehminuten vom Königlichen Schloss und Clos Lucé entfernt, können Sie sich einen Moment der kulinarischen Genüsse in einem eleganten und einladenden Speisesaal oder auf der Terrasse mit den Füßen im Gras gönnen! Unsere Speisekarte ist bewusst klein gehalten, damit wir uns die Zeit nehmen können, die Aromen der regionalen und saisonalen Produkte, mit denen wir so gerne kochen, voll zu entfalten.

Château du Clos Lucé – Das Versteck des Genies von Leonardo da Vinci
„Details machen die Perfektion aus, aber Perfektion ist kein Detail.“ Diese Worte Leonardo da Vincis hallen noch immer in den Mauern des Château du Clos Lucé nach, wo das italienische Genie die letzten drei Jahre seines Lebens verbrachte.
Die Geschichte des Schlosses beginnt im Jahr 1471, als Étienne le Loup, der ehemalige Koch Ludwigs XI., eine elegante Residenz aus rosafarbenen Ziegeln und Tuffstein erhielt. Doch erst Karl VIII. ließ sie 1490 in eine königliche Residenz umwandeln und eine prächtige gotische Kapelle errichten, in der seine Gemahlin Anna von der Bretagne betete und um ihre verstorbenen Kinder trauerte.

Das Ereignis, das Clos Lucé für immer prägte, war jedoch die Ankunft eines gewissen Leonardo da Vinci im Jahr 1516. Auf Einladung von Franz I. überquerte er die Alpen mit seinen kostbaren Notizbüchern und drei Meisterwerken:
• Die Mona Lisa
• Die Jungfrau Maria, das Jesuskind und die heilige Anna
• Johannes der Täufer
Als „Erster Maler, Ingenieur und Architekt des Königs“ ernannt, machte Leonardo das Schloss zu seiner Werkstatt, seinem Labor, seinem Zufluchtsort. Hier entwarf er seine „ideale Stadt“, konzipierte die Doppelhelix des Schlosses Chambord, skizzierte revolutionäre Hydrauliksysteme und entwickelte verblüffend moderne Maschinen, wie etwa seinen berühmten mechanischen Löwen, der Lilien ausspuckt.
Von Chenonceau nach Amboise, mit einem Zwischenstopp in diesem kulinarischen Paradies, bietet diese Reise eine komprimierte Version des Besten Frankreichs: Geschichte, Kulturerbe, Gastronomie und kreative Genialität. Sie müssen sich nur noch vom Zauber dieser Orte verzaubern lassen.