Schloss Picol

Chateau Picol Logo

Azay le rideau

Schloss Azay-le-Rideau: Ein Juwel des Loiretals

Stellen Sie sich einen fein geschliffenen Diamanten vor, dessen Spiegelbild auf der Oberfläche eines stillen Flusses tanzt. So beschrieb Honoré de Balzac das Château d'Azay-le-Rideau, dieses Juwel am Ufer der Indre, im Herzen des Loiretals. Mehr als nur ein Schloss, ist es ein Kunstwerk, eine architektonische Symphonie, in der französische Traditionen auf italienische Eleganz treffen.

Ab dem 16. Jahrhundert etablierte sich Azay-le-Rideau als Vorbild. Die vollkommene Harmonie zwischen Stein und Wasser sowie die raffinierte Ornamentik inspirierten zukünftige Schlossbauten. Dieses wegweisende Meisterwerk der Renaissance erstrahlt mit seiner zeitlosen Pracht im Loiretal.
Was Azay-le-Rideau aber auch so einzigartig macht, ist sein außergewöhnliches Interieur. Hinter den kunstvoll gestalteten Fassaden entdecken Besucher eine prachtvolle Ausstattung, ein Zeugnis einer Epoche, in der Glanz und Lebenskunst ihren Höhepunkt erreichten. Hier seltene Brüsseler Wandteppiche, dort eine Reisetruhe, die einst Franz I. gehörte. Lederbespannte Wände, Damastseidenbehänge, bestickte Samtstoffe, gewebte Matten aus Binsen… Alles hier zeugt von der Pracht und dem Stil der Renaissance.
Selbst die Küchen, deren Möbel, Utensilien und Geschirr von einem Schloss zeugen, in dem noch immer die Seele der Vergangenheit wohnt. Denn die Renaissance ist vor allem eine Rückkehr zur Menschlichkeit, zur Schönheit der irdischen Welt, und Azay-le-Rideau ist die Verkörperung dessen.
Ein Traum, der zu Stein erstarrte
Die Geschichte des Schlosses beginnt 1513 unter der Führung von Gilles Berthelot, Berater Ludwigs XII. und Schatzmeister Franz’ I. Doch vor allem seiner Frau Philippe Lesbahy verdanken wir dieses Meisterwerk. Man sagt, sie habe schon vor der Grundsteinlegung davon geträumt. Sie verfolgte jede Bauphase aufmerksam und verlieh dem Bauwerk all ihren Ehrgeiz und ihre Anmut.
Doch das Schicksal hatte anderes mit ihm vor: Eine königliche Untersuchung deckte finanzielle Unregelmäßigkeiten auf, und Berthelot wurde ins Exil gezwungen. Das fast fertiggestellte Schloss entglitt ihm … aber nicht seiner Frau, die das Projekt mit unerschütterlicher Entschlossenheit vollendete.
Über die Jahrhunderte hat jeder Besitzer diesen Schatz bewahrt und ihn mit Hingabe gehütet. Schließlich erwarb Frankreich ihn 1905 und sicherte so seinen Erhalt für zukünftige Generationen.
Auch heute noch fasziniert Azay-le-Rideau. Zwischen Himmel und Wasser gelegen, bleibt es ein Meisterwerk der Renaissance, ein in Stein gemeißelter Traum, der in der Zeit eingefroren ist und hell im Licht der Loire erstrahlt.

La Maison Tourangelle: Ein kulinarischer Zwischenstopp im Herzen des Loiretals

Auf dem Weg zu den Schlössern, gleich hinter einer Kurve, öffnet sich eine Oase der Gaumenfreuden: La Maison Tourangelle. Direkt am Ufer des Cher gelegen, ist dieses charmante Restaurant eine Hommage an die Küche der Touraine – an die fruchtbaren Böden und die authentischen Aromen.
Küchenchef Frédéric Arnault veredelt regionale Produkte mit meisterhafter Kreativität und verbindet dabei Tradition und Moderne. In diesem eleganten Gebäude in Savonnières, wo sich der Schatten der Bäume im Stein spiegelt, wird jede Mahlzeit zu einem Fest für die Sinne.
Die Weine? Sie lagern in einem direkt in den Fels gehauenen Höhlenkeller, wo jede Flasche geduldig darauf wartet, Ihr Essen zu verfeinern. Zwischen dem Gourmetmenü „La Saison“ und der Auswahl „La Vigne“ für Liebhaber edler Weine entfaltet sich der Genuss in subtilen Nuancen.

Die Gärten von Villandry: ein lebendiges Kunstwerk

Unter den Schlössern des Loiretals stellt Villandry einen Sonderfall dar. Hier sind es weder die Mauern noch die Dächer, die den Blick fesseln, sondern vielmehr die Gärten – wahre lebendige Gemälde, in denen Natur und Symmetrie in einem sorgfältig choreografierten Tanz ineinanderfließen.
Vergessen Sie den klassischen Gemüsegarten! In Villandry wird Gemüseanbau zur Kunst. Kohl, Karotten, Salat… jedes Beet ist ein farbenprächtiges Fresko, in dem der Gärtner als Maler seine Kompositionen mit einer geometrischen Strenge gestaltet, die der Renaissance würdig wäre.
Unterteilt in neun Quadrate, von denen jedes mit eigenen Mustern und Symbolen versehen ist, ist dieser Gemüsegarten weit mehr als ein einfacher Garten: Er ist eine philosophische Reflexion über die Ordnung der Welt, ein perfektes Gleichgewicht zwischen Natur und Vernunft.
Und kaum zu glauben, dass dieses Juwel beinahe verschwunden wäre! Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde es in letzter Minute von einem passionierten Mann, Joachim Carvallo, gerettet, der es in seinem alten Glanz wiederherstellte. Seitdem verändern sich mit jeder Jahreszeit die Farben, die Düfte entwickeln sich weiter, und die Seele dieses Ortes fasziniert bis heute.
In Villandry wird die Natur zur Poesie und jeder Besuch ist eine neue Inspiration.

Place Plumereau: das pulsierende Herz von Old Tours

Wenn Tours das Juwel der Loire ist, dann ist die Place Plumereau ihr strahlendes Herzstück. Mitten in der Altstadt gelegen, bietet dieser malerische Platz ein wahres Postkartenmotiv: Fachwerkhäuser reihen sich an lebhafte Terrassen.
Sein Name ehrt Charles Plumereau, einen großzügigen Spender aus dem 19. Jahrhundert, doch seine Geschichte reicht viel weiter zurück. Einst ein Marktplatz, war er Schauplatz des lebhaftesten Treibens der Stadt, wo die Menschen Fleisch, Gewürze und andere lokale Spezialitäten kauften.
Heute wird hier eine andere Kunstform gelebt: die Kunst des Lebens. Schon früh am Morgen versammeln sich die Menschen auf der Terrasse bei einer Tasse Kaffee und bewundern das Lichtspiel auf den Fassaden vergangener Zeiten. Mit Einbruch der Dunkelheit erwacht die Szenerie zum Leben, erfüllt von Lachen und angeregten Gesprächen, in einer Atmosphäre, in der die Zeit stillzustehen scheint.
Und wie sieht es mit dem Essen aus? Es ist unmöglich abzureisen, ohne einige lokale Köstlichkeiten probiert zu haben:
• Kir aus Tours, diese subtile Verbindung von Weißwein und Crème de Cassis.
• Rillettes aus Tours, die man am besten auf knusprigem Brot genießt.
• Foie gras aus Tours, ein Juwel der lokalen Gastronomie.


Place Plumereau ist eine Reise durch die Zeit, ein Moment, der zwischen Geschichte und Vergnügen schwebt, wo jeder Stein, jeder Tisch ein Kapitel des großen Buches von Tours erzählt.

Eine Reise der Gefühle und Entdeckungen

Von Azay-le-Rideau bis zu den Gärten von Villandry, von den Köstlichkeiten des Maison Tourangelle bis zur unvergleichlichen Atmosphäre des Place Plumereau – diese Reise ist ein wahres Eintauchen in die Seele des Loiretals. Zwischen Geschichte, Gastronomie und Lebensart offenbart sich an jedem Halt das Wesen Frankreichs.
Bereit für dieses Abenteuer, bei dem jeder Moment zu einer unvergesslichen Erinnerung wird?